„Whatever You Desire“

Subconscious PornArt
– in Postproduktion –

KURZINHALT

Ein Mann mit einer Dämonmaske tauscht sein Ticket bei einen ominösen Türsteher gegen Eintritt in einen myseriösen Raum, der alle Wünsche erfüllen kann. In ihm hat ein Mädchen mit Kükenmaske Tee vorbereitet. Doch Mann wird schnell ungeduldig und reißt ihr Kleid auf. – Flackern – Seine sexuellen Fantasien materialisieren sich. Sie trägt Strapse. Der Mann realisiert die ungeahnten Möglichkeiten. Sie beginnen das Liebesspiel.
Bald jedoch verliert er die Kontrolle. Mit jedem Flackern verändert sich das Szenario: Es entsteht ein Sog in eine surreale Morbidität…

DIRECTOR STATEMENT

Früher hab ich über Witze oder Komödien nie gelacht. Ich hab gedacht, ich hätte einfach keinen Humor – bis ich Splatterfilme gesehen hab. Mich fasziniert, mit wie viel Fantasie und liebevoller Handarbeit die Effekte gemacht wurden! Zwar ist „Whatever You Desire“ kein lustiger Film, aber diesmal wollte ich einfach alles haben, worauf ich Lust hatte: Splatter, Sex, Blut, Fesseln, Tentakeln und das Morbide.

Genauso stand ein Pornofilm schon lange auf meiner Liste. Obwohl es so unglaublich viele davon gibt, finde ich es schockierend, wie stumpf und lieblos die alle gemacht sind; Ich wollte Sex darstellen, wie ich ihn sehen will: Als kunstvollen Akt. Und die filmische Erzählweise auf das fokussieren, das ich als maßgeblichstes Element empfinde: auf die Stimmung als Sog und als Rausch; egal ob im vorsichtigen Herantasten oder beim harten Ficken.

Bei den Durchschnittspornos von heute, die außer der physischen Handlung mit Sexualität kaum was zu tun haben, ist es auch kein Wunder, dass die meisten Menschen sich damit und mit ihren Fantasien und Vorlieben kaum über die Oberflächlichkeit hinaus auseinandergesetzt haben. Deswegen „Whatever You Desire“. Wir wollen irritieren, Reibung erzeugen. Wir stellen die Frage nach den eigenen Abgründen und welche Konsequenzen die Fantasien haben können, wenn im Rausch die Kontrolle über sie verloren wird.

Das Projekt ist zunächst als praktischer Teil meiner Bachelorarbeit entstanden, in der ich mich mit Grauen, Grausamkeit und Verstörung und deren Erzeugung im Film beschäftigt habe. Als body genres sind Horror und Porno sehr geeignet, uns zu involvieren. Also habe ich mir zwei Herzenswünsche nach Splattereffekten und cineastischer Pornografie erfüllt und sie sich in einer Geschichte wiederfinden lassen.

Es war ein großer Spaß, sowohl konzeptuell als auch am ganz praktisch am Set, die beiden Genres über ihre Grenzen hinaus miteinander verschmelzen zu lassen. Genauso arbeitete ich mit Bild und Ton / Musik. Ich wollte, dass alle künstlerischen Elemente auf Augenhöhe kommunizieren können und organisch aus einander entstehen: Die Idee des Gesamtkunstwerks. Die Musik entstand aus Originalgeräuschen der Szenen, danach der Schnitt wieder aus der Musik und so ging es noch ganz oft hin und her bis wir zu dieser Form kamen, die so einen unglaublich hypnotischen Sog ausübt.

Zusätzlich findet sich auch hier meine Liebe zum Surrealismus wieder und ich verwende viele meiner Chiffren. Ich will Raum geben für Eigeninterpretation – hoffentlich sind es sehr verschiedene, denn wir wollen, für jeden selbst als auch mit anderen, eine Kontroverse auf den Plan rufen und einen Diskurs entfachen.

EINDRÜCKE VOM SET